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Leben für die Kurve

Mit 80 km/h und im 90-Grad-Winkel zur Fahrtrichtung – so stürzen sich Mampfi und Marco in die Kurve. Dicht über dem Asphalt beginnt ihre Freiheit. Auf ihren Drift Trikes. Selbst erdacht, geflext und geschweißt. Und erschaffen wie Frankenstein – aus einem Sammelsurium an aufgestöberten Einzelteilen

Regie: Benjamin Kuschnik | Kamera: Simon Hollmann

Mampfi und Marco von der Drift-Trike Division Allgäu über perfekte Abfahrten, neueste Coups und die Frage: Pegs oder Pedale? Außerdem, einmalig und ultimativ: Das Drift-Trike-Glossar am Ende der Seite.

Es gibt kein besseres Gefühl.“

Mampfi

MAMPFI
Drift-Trike-Fahrer | Bauer

„27 Kilometer, 45 Minuten einen Berg runterdriften – es gibt kein besseres Gefühl: Meine perfekte Abfahrt hatte ich in Italien bei einem Rennen das Stilfser Joch runter.

Ihr wollt sehen, wie die Drift Trikes von Mampfi und Marco entstehen?

Hier geht´s zum 360° Werkstatt-Einblick.

Für das Driften habe ich mir mein perfektes Trike maßgeschneidert. Ich bin nicht so groß, deshalb ist es etwas kleiner, aber mit einer schön breiten Achse hinten und harten Sleeves drauf.“

Mampfis neuester Coup: Ein Drift Trike mit Elektromotor

 

 

Es braucht Übung. Und man muss rumprobieren.“

Marco

MARCO
Drift-Trike-Fahrer | Bauer

„Am Anfang macht das Trike, was es will. Man hat überhaupt keine Ahnung, wie es auf welche Bewegungen reagiert. Dazu braucht es Übung – ich hab mir das Driften selbst beigebracht, hatte keine Vorbilder. Ich hab einfach rumprobiert. Man muss selbst rausfinden, womit man am besten zurechtkommt. Ich habe mir mein Trike zum Beispiel so konstruiert, dass ich die Pedale abmontieren kann und dann zum Driften nur Pegs habe.“

Drift-Trike-Glossar


Bergauf

… muss, wer den Berg runterdriften möchte. Also Trike ins Auto oder sich an einem Seil hochziehen lassen. Pedale haben die wenigsten Trikes. Und wenn, macht es mit denen bei der Steigung keinen Spaß.

BMX-Räder
… sind die ideale Basis für Trikes; größere Bikes eignen sich weniger, da sonst das Vorderrad beim Lenken an den Beinen schleift.

Bremsen
… geht – mit den Füßen und einer kräftigen und gut funktionierenden Scheibenbremse, die am Vorderrad befestigt wird.

Füße
… geben Gleichgewicht, helfen bei der Lenkung und unterstützen beim Bremsen.

Pedale
… braucht man, um kürzere Strecken im Flachland zu fahren oder Anschub zu geben.

Pegs
… braucht man, um beim Sliden die Füße auf dem Vorderrad abstellen zu können.

Sitze
… kommen von Traktoren-, Kettcars oder Go-Karts.

Sleeves
… bestehen aus Abwasserrohren und sind quasi die Reifen der Drift Trikes. Es gibt sie in unterschiedlichen Härtegraden. Bei Rennen werden oft weichere Sleeves mit etwas mehr Straßenhaftung benutzt. Bei Fahrten mit Tricks und Drehungen sind es eher härtere, um so wenig Grip wie möglich zu haben.

Ursprung
… liegt in Neuseeland, dem Geburtsland vieler Extremsportarten. Bekannt wurde das Driften um 2012, als Filmemacher Devin Graham einen Kurzfilm über eine Crew in Neuseeland drehte.

Vorbild
… in Form und Funktion ist ein beliebtes Kinderspielzeug aus den 1970ern, das „Big Wheel“.

Whangarei
… ist die wohl bekannteste Drift-Trike-Crew aus Neuseeland, sie wird mitterweile sogar von einem Energydrink-Riesen gesponsert.

 

Mehr zu den Machern

Mampfi und Marco nehmen als „Drift-Trike Division Allgäu“ an Wettbewerben teil. Neben der Geschwindigkeit geht es da auch um die geschmeidigsten Drifts oder spektakulärsten Trike-Tricks.

Weitere Infos unter: https://www.facebook.com/drifttrikedivisionallgau/

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