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Wildkräuter für Macher

Beifuß, Spitzwegerich, Beinwell & Brennnessel sind kein Unkraut, sondern wild wachsende Heilkräuter. Perfekt für Macher. Hier eine Übersicht, was sie können, wo und wann sie wachsen

Text: Tobias Pützer | Illustrationen: Anja Stiehler

Wiesen-Schafgarbe und Große Brennnessel

Wunderwaffe Wildkräuter Illustration Brennnessel+Schafgarbe
Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) und Große Brennnessel (Urtica dioica)

Wozu?

Wiesen-Schafgarbe und Große Brennnessel wirken entspannend. Sie eignen sich als Zusatz im Entspannungsbad bei Muskelkater und Verspannungen.

Wo?

Die Wiesen-Schafgarbe mag sonnige, trockene Plätze. Man findet sie häufig an sandigen Wegen in südlicher Ausrichtung, aber auch auf Wildwiesen.
Die Große Brennnessel wächst überall dort, wo sie viele Nährstoffe findet, also auf Weiden, Wiesen, am Waldrand und auf Misthaufen.

Wie?

Charakteristisch für die Wiesen-Schafgarbe sind ihre feingliedrigen, wechselständigen Fiederblätter. Das Kraut sprießt bis etwa 90 Zentimeter in die Höhe.
Die Große Brennnessel erreicht hingegen locker 1,5 bis drei Meter Höhe und unterscheidet sich von der Kleinen Brennnessel vor allem durch längere und herzförmige Blätter. Bei der Ernte sollte man eine Schere benutzen und Handschuhe tragen.

Wann?

Die Große Brennnessel findet man ganzjährig.
Die Wiesen-Schafgarbe wächst zwischen Frühling und Herbst, ihre Blütezeit ist von Mai bis Oktober.

Beifuß

Wunderwaffe Wildkräuter Illustration Beifuss
Beifuss (Artemisia vulgaris)

Wozu?

Beifuß wärmt, beruhigt und entkrampft. Er eignet sich gut als Fußbad.

Wo?

Beifuß ist anspruchslos, er kommt häufig in der Natur vor. Man findet ihn besonders oft an an Wegesrändern und auf Schutthalden.

Wie?

Charakteristisch für den Beifuß ist sein leicht rötlicher, kantiger Stängel. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite filzig und weiß. Zur Blütezeit (Juli bis September) sind die Blätter schmal ausgefiedert, ansonsten eher breit gewachsen. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1,4 Meter.

Wann?

Beifuß findet man fast ganzjährig, in jedem Fall zwischen Frühjahr und Herbst. Wer das Wildkraut trocknen und aufbewahren möchte, sollte die Blätter vor der Blütezeit sammeln, dann haben sie die meisten Inhaltstoffe.

Beinwell

Wunderwaffe Wildkräuter Illustration Beinwell
Beinwell (Symphytum)

Wozu?

Beinwell wirkt schmerzlindernd. Als Öl hilft er bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen und Stauchungen.

Wo?

Beinwell mag es feucht und wächst vermehrt an Flussufern, Gräben und saftigen Wiesen.

Wie?

Beinwell erkennt man an den langen, schmalen und ausgeprägt geäderten Blättern. Die Blattoberfläche ist leicht pelzig, die Blüten (zwischen Mai und September) haben eine Färbung von weiß bis violett-rosa. Beinwell ist eher klein gewachsen, erreicht selten eine Wuchshöhe von mehr als 60 Zentimeter.

Wann?

Am besten im Herbst die Wurzeln mit dem Spaten ausgraben. Vorsicht: Beinwell wird manchmal mit dem giftigen Roten Fingerhut verwechselt, den man aber an den wesentlich größeren Blüten erkennt.

Spitzwegerich

Wunderwaffe Wildkräuter Illustration Spitzwegerich
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Wozu?

Spitzwegerich wirkt desinfizierend, blutstillend und wundheilend. Als Salbe hilft er zum Beispiel bei Schnittwunden oder Verbrennungen.

Wo?

Spitzwegerich wächst auf Wiesen und, wie der Name schon sagt, an Wegesrändern.

Wie?

Lange, lanzenförmige Blätter mit parallel verlaufenden und deutlich hervortretenden Blattadern – typisch Spitzwegerich. Skurril: Die braunen Blüten mit weißen Staubblättern (Blütezeit von Mai bis September) können roh verzehrt werden und schmecken nach Champignons.

Wann?

Spitzwegerich findet man von Frühling bis in den Herbst hinein.

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