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Großer Auftritt, die Zweite

Ein riesiger Bergbauhelm auf dem Kopf, ein Baggerlöffel als Mund, metallene Greifarme als Hände: Der Man Engine, Englands größte Marionette, wird zum zweiten Mal zum Leben erweckt

Text: Esther Acason | Foto: Matt Cardy/Getty Images

Ende März ist es wieder soweit. Man Engine, der Gigant aus Stahl, wird durch Großbritannien stapfen. Mithilfe von Menschenhand und Muskelkraft wird er sich erheben und in Bewegung setzen. Seile und ein Baufahrzeug sorgen für den Antrieb.

2016 war der Riese unter höchster Geheimhaltung in einer stillgelegten Mine in Cornwall vom Künstler Will Coleman und seinem Team gebaut worden. Er sollte an die Geschichte der Region erinnern, die vom Bergbau geprägt ist. 4.000 Jahre lang hatte man hier Zinn gefördert – bis die Vorkommen schließlich im 20. Jahrhundert zur Neige gingen. Bis heute leiden die Bewohner unter den wirtschaftlichen Folgen – und sind umso stolzer auf den Maschinenmann. Ihre Begeisterung war vor zwei Jahren so groß, dass das stählerne Ungetüm nun noch einmal auf Reisen geht. Und seine Route verlängert: Schritt er damals nur durch Cornwall im Südwesten Englands, führt sein Weg diesmal quer durch England und Wales. Und er wird einmal mehr allen zeigen, wozu er und seine Bergbau-Kumpel noch immer fähig sind: Aufstehen und weitermachen. Aufgeben ist keine Option.

Der stählerne Kumpel in Zahlen:

 

4,5

Meter groß ist der Man Engine in geduckter Stellung, so hoch wie ein Doppeldecker-Bus

 

10

Meter hoch ist er, wenn er sich zu voller Höhe aufrichtet

 

40

Tonnen wiegt er, zusammen mit dem Baufahrzeug, das ihn durch Wales und England wandern lässt

 

210

Kilometer weit tourte er 2016 durch Cornwall, bestaunt von über 50.000 Schaulustigen

Man Engine auf Tour

Hier kann man die „Resurrection Tour 2018“-Tour des stählernen Kumpels verfolgen. Begleitet wird seine Wanderung durch Großbritannien von zahlreichen Infoveranstaltungen rund um das Thema Bergbau und deren Auswirkungen auf die einzelnen Regionen in England.

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