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8 Orte zum Goldwaschen

Wer nicht bei den Olympischen Spielen antritt, kann in diesen acht Gebieten in Europa versuchen, Gold zu holen

Text: Tobias Pützer | Fotos: Fabian Weiss

1. Schweden: Ädelfors

In Ädelfors hat man das Goldwaschen als Freizeitbeschäftigung institutionalisiert. Dort gibt es eine Art All-Inclusive-Camp, perfekt für Anfänger ohne eigene Ausrüstung.

2. Belgien: Hohes Venn

Das Gold in der Eifel war bereits den Kelten bekannt. Manche frühzeitliche Goldmünze wurde aus dem dort geförderten Edelmetall hergestellt. Das Hauptgoldvorkommen der Eifel erstreckt sich aus Richtung Deutschland nach Belgien in das Hohe Venn. Heute wissen nur wenige vom Eifelgold. Aber es existiert noch.

3. Deutschland: Thüringer Wald

Gespeist von vielen kleinen Gebirgsbächen, schlängelt sich der Fluss Schwarza durchs wilde Schwarzatal. Im Sommer nicht viel mehr als ein breiter Bach, im Frühjahr ein reißender Strom, der die Phantasie der Goldwäscher beflügelt. Besonders goldhöffig, so sagen sie in ihrer Fachsprache, sei die Schwarza.

4. Deutschland: Edergebiet

Das berühmte Edergold, aus dem früher Dukaten geschlagen wurden, gibt es auch heute noch in der Eder – und einigen ihrer Zuflüsse wie dem Goldbach oder der Itter, die bei Herzhausen in den Edersee mündet.

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5. Italien: Region Piemont

Auf der Südseite der Alpen sind die Goldgruben von Alagna, Macugnaga, Brusson und Fobello längst italienische Bergbaugeschichte. Gold wird dort schon lange nicht mehr industriell abgebaut. Das soll nicht bedeuten, die Vorkommen seien erschöpft.

6. Österreich: Raurisertal

Jahrhunderte lang war das Raurisertal im Bezirk Zell am See in der Goldberggruppe das Zentrum des österreichischen Goldbergbaus. In der Hochzeit sollen rund zwölf Prozent der Weltgoldproduktion im Raurisertal und dem benachbarten Gasteinertal gefördert worden sein. Noch heute, so schätzt man, lagern dort rund 120 Tonnen des Edelmetalls.

7. Schweiz: Napfgebiet

Die Bäche, die am Napf entspringen, führen in ihren Kies- und Geröllbänken winzige, bis zu 8 mm lange Goldplättchen mit. In den letzten Jahren wurde die Goldwäscherei dort stark beworben und gilt jetzt als touristische Attraktion.

8. Schweiz: Disentis

Das Goldvorkommen bei Disentis ist eines der üppigsten in ganz Europa. 123 Gramm wog das bisher größte Nugget, das im Vorderrhein gefunden wurde.

1 Kommentar

  • Karl
    Goldwaschen Deutschland und den Nachbarländern ist kaum mehr möglich:

    -In ganz Belgien ist das Goldwaschen auf öffentlichem Grund seit 2013 untersagt. Die Förster sind angehalten, jeden Verstoss zur Anzeige zu bringen (und machen das insbes. bei Deutschen seehr gerne)!
    -An der Schwarza ist das Goldwaschen seit vier Jahren ebenfalls verboten. Das Verbot wurde von Seiten der Fischereipächter/Anglervereine angestossen und wird auch rigoros durchgesetzt.
    -Im Edergebiet ist das Goldwaschen nur ausserhalb der Naturschutzgebiete erlaubt, sowie auf dem Claim von Goldwelten (dort nur nach Bezahlung, Claimjumping wird IMMER zur Anzeige gebracht, siehe ww.goldwelten.de). An der Itter ist das Goldwaschen grundsätzlich verboten, ca. alle 50m entlang des Flusses stehen Schilder die auf das kategorische Goldwaschverbot hinweisen.
    -Goldwaschen in Italien (insbes. am Elvo) ist genehmigungspflichtig. Genehmigungen werden gegen Gebür erteilt und müssen beim Goldwaschen stets mitgeführt werden, sonst drohen hohe Strafen.
    -Auf der gesamten Rauriser Ache sowie auf dem größten Teil der Salzach liegt eine Goldwaschkonzession, d.h. nur der Eigentümer dieser Konzession darf dort waschen. Insbes. deutsche Touristen sind dort garnichtmehr gerne gesehen.
    -Napfgebiet ist noch relativ unproblematisch möglich (Natürlich ausschliesslich mit Handmethoden), aber schon ziemlich ausgelutscht.

    All das obige bezieht sich auf der Verwendung von Handmethoden (Pfanne und Schleuse/Rinne). Die Verwendung von Maschinen (Higbanker/Dredge) ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz sowie den lokalen Naturschutzbestimmungen in ganz Deutschland genehmigungspflichtig, ganz egal ob elektrisch oder benzingetrieben.

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